Die 1925/26 erschienen Schnellzuglokomotiven der Baureihe 01 (Borsig) und 02 waren die ersten Einheitslokomotiven Deutschlands. Einheitslokomotive
hießen sie, weil nach dem Ersten Weltkrieg ein einheitliches Bahnsystem geschaffen wurde, so dass am 1.1.1920 alle bestehenden Länderbahnen
(Bayern, Baden, Sachsen etc.) in die Deutsche Reichsbahn übergingen. Das neue Unternehmen führte u.a. eine einheitliche Nummerierung aller
Lokomotiven ein, bestehend aus der zweistelligen Stammnummer (Baureihe) und der mehrstelligen Ordnungsnummer. Die letzte Einheitslokomotive
war die Kriegslokomotive der Baureihe 42 aus dem Jahre 1944.
Die Baureihe 01 gehört wohl zu den populärsten deutschen Lokomotivtypen überhaupt und versah den Schnell- und Eilzugdienst. Die leichtere Bauart der
BR 01 war die BR 03. Ab 1937 wurden diese Lokomotiven von der Firma Schwartzkopff Berlin, auch mit Stromlinienverkleidung und Dreizylindertriebwerk
geliefert. Die BR 01 erreichte dann mit 2120 PSi eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h. Obwohl 250 verkleidete Maschinen geplant waren, verhinderte
der zweite Weltkrieg dieses Ziel und es wurden nur 55 dieser Lokomotiven abgeliefert.
Nach dem zweite Weltkrieg war eine Reihe der BR 01 sowohl bei der Deutschen Bundesbahn als auch bei der Deutschen Reichsbahn (DDR) im Dienst.
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Einsatzzeitraum/Nummern |
Technische
Daten |
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Erstes Baujahr |
1925 |
Bauart |
2'C 1'h2 und 2'C 1'h3 |
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gebaute
Stückzahl |
231 |
Leistung |
2.240 PSi |
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Ausgemustert (DB) |
mitte der 70er Jahre |
Lange über
Puffer |
23.940 mm |
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Ähnliche Baureihen |
02, 03, 42 |
Treibraddurchmesser |
2.000 mm |
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Höchstgeschwindigkeit |
130 km/h |
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Gewicht |
ca. 170 t |