Baureihe 117 (E 17)...
1927 bestellte die Deutsche Reichsbahngesellschaft für den mittelschweren Schnellzugdienst 33 Elektrolokomotiven der Baureihe E17 mit einer
Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h. Ein Jahr später wurde die Bestellung auf 38 Fahrzeuge erhöht. Die AEG und die SSW, welche sich zur
Liefergemeinschaft WASSEG zusammenschlossen, lieferten die elektrische Ausrüstung der Fahrzeuge, die 1928 und 1929 ausgeliefert wurden.
Nach dem Zweiten Weltkrieg waren noch 26 Lokomotiven bei der Deutschen Bundesbahn und zwei Stück bei der Deutschen Reichsbahn der DDR im Einsatz.
Die beiden DR-Maschinen wurden 1968 ausgemustert und anschließend verschrottet.
Bei der DB wurden die Lokomotiven 1960/61 modernisiert; 1968 erfolgte für alle verbliebenen 26 Lokomotiven die Umzeichnung in Baureihe 117.
Auslauf-Bw für die E 17 war das Bahnbetriebswerk Augsburg, von wo aus die Lokomotiven auf den Strecken nach München, Nürnberg und Ulm eingesetzt
wurden. Die letzte E 17 (117 106) wurde am 24. April 1980 ausgemustert.
Die Lokomotiven mit der Achsfolge 1'Do1' wogen 111,7 t und waren 15.950 mm lang. Der Antrieb erfolgte durch Federtopf-Antriebe. Die Anfahrzugkraft
betrug 235 kN, bei einer Stundenleistung von 2800 kW. Die Maschinen konnten 630-t-Züge in der Waagerechten mit 95 km/h, bei 10 Promille Steigung
mit 72 km/h und bei 20 Promille mit 54 km/h befördern. Auch die 117 wurden, wie alle Vorkriegsloks, stehend bedient.

