Güterzuglokomotive der Baureihe 52 ...
Die Konstruktion der Lokomotivbaureihe 52 wurde aus der Baureihe (BR) 50 abgeleitet. Die Loks sollten schnellstmöglich für kriegswichtige Transporte
zur Verfügung stehen und unter den Bedingungen des Krieges kam es in erster Linie auf eine schnelle und einfache Fertigung in hohen Stückzahlen,
einen geringen Rohstoffeinsatz, insbesondere bei Buntmetallen- und eine einfache Bauweise der Lok an. Die Lebensdauer der BR 52 war von vornherein
auf etwa 5 Jahre bemessen. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h und einer Achslast von 15t waren diese Lokomotiven freizügig einsetzbar.
Über 3000 Exemplare der BR 52 wurden schließlich in den unterschiedlichsten Lokomotivfabriken Europas gebaut. Noch bis weit in die achtziger Jahre
wurden Loks der BR 52 von den verschiedensten Bahnverwaltungen eingesetzt.
Die Lokomotive 52 8177-9 wurde im März 1944 von der Firma "Maschinenbau und Bahnbedarf AG, Zweigniederlassung Werk Babelsberg" unter der
Nummer 52 4996 an die Deutsche Reichsbahn geliefert. Zunächst in Seddin beheimatet, kam sie später zum Bahnbetriebswerk (Bw) Stendal. Von dort
wurde sie nach dem Krieg als so genannte Kolonnenlokomotive im Verkehr Deutschland - Sowjetunion eingesetzt.
Weitere Stationierungsorte waren Chemnitz, Frankfurt/Oder und Berlin-Schöneweide. Da die Lokomotiven der BR 52 bei der Deutschen Reichsbahn auf
lange Sicht nicht zu entbehren waren, wurden ab 1960 200 dieser Lokomotiven restauriert. Sie erhielten dabei neue geschweißte Kessel und ein
verbessertes Fahrwerk. Diese Lokomotiven wurden nach der Rekonstruktion als BR 52.8 bezeichnet. Die 52 4996 wurde im Jahr 1966 im
Reichsbahn-Ausbesserungswerk (RAW) Stendal restauriert. Nach der Restauration erhielt die Lok ihre heutige Betriebsnummer 52 8177.

