Baureihe 58 (DRG / Preußen, Elsaß-Lothringen, Baden, Württemberg) ...
Die Baureihe G (Gattung) 12 der Preußischen Staatseisenbahnen ist eine Güterzuglokomotive mit der Achsformel 1'E.
Sie wurde konstruiert, da es sich im Ersten Weltkrieg als sehr nachteilhaft für die Instandhaltung und Bedienung der Lokomotiven erwiesen hatte,
dass jede Länderbahn ihre eigenen Lokomotivtypen hatte und es auch keine Normierung gab. Die Heeresbahnen brauchten eine schnelle, starke
Güterzuglokomotive, die aber keine zu hohe Achslast besaß. Die G 12 entstand auf Basis der Preußischen G 12.1 und einer von Henschel für die
Kaiserlich Ottomanische Generaldirektion der Militäreisenbahnen (C.F.O.A.) gebauten 1'E-Lokomotive.
Die Lokomotiven wichen in einigen Punkten von den bisherigen Prinzipien des preußischen Lokomotivbaus ab. So hatten sie erstmals einen durchgehenden
Barrenrahmen und einen oberhalb des Rahmens angeordneten breiten Hinterkessel mit großer Rostfläche.
Zwischen August 1917 und 1921 wurden von Preußen insgesamt 1.168 Exemplare dieses Typs beschafft. Die Reichseisenbahnen in Elsaß-Lothringen ließ 118,
die Badische Staatsbahn 88, die Sächsische Staats-Eisenbahnen 42 und die Württembergische Staats-Eisenbahnen 42 Fahrzeuge bauen. Außerdem kaufte
Baden 10 Lokomotiven von der Preußischen Staatsbahn. Auch die Deutsche Reichsbahn erhielt 1924 nochmals eine Serie von 20 Lokomotiven, die im
Anschluss an die sächsische XIII H die Nummern 58 443-462 erhielten.
Baden und Württemberg übernahmen die preußische Bezeichnung G 12. Nur die Bayerischen Staatsbahnen sowie die Eisenbahnen Mecklenburgs und Oldenburgs
beschafften keine G 12; dennoch kann die G 12 als Vorläufer der Einheitsloks in Deutschland angesehen werden.

